Camping Safari in Botswana
mit Moskaw und Lesh
Tag 1 - Camping Safari / Zimbabwe - Chobe NP Botswana
Simon holt uns Frühmorgens ab und wir fahren in 2 Stunden an die Grenze zu Botswana. Nachdem alle ganz brav durch das Seuchenbad geschlurft sind, dürfen wir definitiv in Botswana einmarschieren.
Moskaw unser Fahrer/Guide und Lesh der Koch erwarten uns bereits. Wir fahren nach Kasane zum Einkaufen. Moskaw diktiert uns 72 Liter Wasser auf die Einkaufsliste.
Der Chobe Nationalpark empfängt uns mit hunderten von Elefanten und einigen Löwen.
Am Abend demonstrieren Moskaw und Lesh den Begriff „Budget Safari“: Zelte selber aufstellen, Feuer machen, Abwaschen und abtrocknen ist Pflicht! Auch der Tagesbefehl für die nächsten Tage ist nicht ohne: Tagwache um 5.00 Uhr / Morgenessen / Zelte abräumen / Küche versorgen / Abfahrt 6.30 Uhr. Da war früher der Militärdienst ein richtiges Sonntagsschullager dagegen.
ag 2 - Camping Safari / Chobe - Savuti NP
Den ganzen Tag fahren wir dem wasserspendenden Chobe entlang. Elefanten soweit das Auge reicht. Und immer wieder Löwen, Wasserbüffel, Giraffen zum Greifen nahe.
Am Abend schlagen wir das Lager mitten im Wald auf. Moskaw erklärt, dass es hier Löwen, Hippos und Hyänen gebe und wir darum in der Nacht vorsichtig sein sollen. Beruhigend! Zum Trost bastelt er uns eine heissbegehrte, improvisierte Dusche.
In der Küche übernimmt Johanna das Kommando. Lesh ist zwar ein lieber Kerl und guter Koch, aber mit der Sauberkeit hat er es nicht so. Johanna versucht mit Kommandieren, Vormachen und Charme etwas zu verändern. Doch Lesh ist eine harte Nuss.
ag 3 - Camping Safari / Moremi Game Reserve
Bereits am frühen Morgen begegnen wir zwölf Löwen, die uns in der Nacht glücklicherweise verschmäht haben. Im sandigen Boden bleibt ein Inder mit seinem Wagen mitten in einem Löwenrudel stecken. Moskaw fährt ungerührt mit Vollgas vorbei. Wenn wir da anhalten, bleiben wir mit unserem schweren Küchenanhänger mit Sicherheit auch stecken.
Am Nachmittag ist die Transferfahrt ins Moremi Game Reserve. Es holpert und staubt gewaltig. Mir ist nicht klar, warum an unserem Toyota immer noch nichts abgefallen ist.
Wir Zelten idyllisch am Fluss, hier sollen wir in der Nacht speziell auf Krokodile, Elefanten und Hyänen aufpassen. Auf der Abendpirsch eine Begegnung mit Wild Dogs: Ein Rudel von ca. 20 Dogs ist auf der Pirsch. Nach Moskaw sind die auch hier eher selten. Dazu wieder Löwen, Elefanten, Hippos, Krokodile.
Moskaw ist richtig stolz: In 3 Tagen haben wir total 36 Löwen aus nächster Nähe gesehen – das sei Jahresrekord.
Tag 4 - Camping Safari / Moremi – Maun
Auf der Morgenpirsch, in einer wunderschönen Landschaft, gibt es Löwe Nr. 37. Er bewacht einen toten Elefanten. Mindestens 50 Aasgeier warten ungeduldig bis sie zum Zuge kommen. Später begegnen wir wieder den Wild Dogs.
Auf dem Transfer nach Maun staubt und holpert es wieder gewaltig. Auf dem grosszügigen Zeltplatz hat es Duschen und Schwimmbad. Christoph spannt wieder seine Wäscheleine. Das Signal für eine allgemeine Grosswäsche.
Wir begegnen den Meiers aus dem Aargau: Seit drei Monaten sind sie mit ihrem selber umgebauten 4x4 Campingbus in Afrika unterwegs. Weil immer noch alles Bestens funktioniert, wollen sie noch weitere drei Monate bleiben.
Tag 5 - Camping Safari / Maun - Okavango Delta – Maun
Diese einzigartige Verbindung von Wassermassen und Sandland- bzw. Savannenlandschaft der Kalahari haben eine Vielfalt an Flora und Fauna hervorgebracht, die das Delta zu einem der großen Naturparadiese dieser Welt macht. Ca. 1/3 des Deltas ist naturgeschützt. z. B. durch das Moremi Wildlife Reserve, welches das älteste Naturreservat Botswanas ist.
Nahezu das gesamte Spektrum der Tierwelt des südlichen Afrikas ist hier zu Hause und in kürzester Zeit zu beobachten, selbst die seltenen Nashörner sind wieder anzutreffen. Das traditionelle Transportmittel im Delta ist das Mokoro, ein Einbaum, der von Polern (Bootsmann) gestakt wird.
So spannend wie der Werbetext wird es dann doch nicht. Die Polerfrau auf unserem Boot redet und redet in einer Sprache die niemand versteht. Wie nur, kann sie aufgehalten werden? Bei der anschliessenden Walking-Safari weiss die gute Frau nichts mit uns anzufangen. Dazu regnet es auch noch leicht. Der erste endtäuschende Safari Tag beschliessen wir bei einem Bier auf dem Campingplatz.
Tag 6 - Camping Safari / Maun – Makgadikgadi Pans
Auf dem Weg zu den Makgadikgadi Pans fressen wir 300 Kilometer.
Unterwegs besuchen wir Chapans Tree, der angeblich zweitgrösste Baum Botswanas. Stammumfang 25 m und 4‘000 bis 6‘000 Jahre alt. Na dann, alles Gute für die Zukunft.
Mit 12 000 km² Fläche sind die Makgadikagadi Pans die größten zusammenhängenden Salzpfannen der Welt, gebildet aus zwei Hauptpfannen und Tausenden kleinerer Pfannen.
Moskaw findet in dieser Mondlandschaft eine kleine Insel. Ein Hügelchen von ca. 30 m Durchmesser. Hier will er unbedingt übernachten. Kein Baum, kein Strauch. Es ist nur heiss! Der spinnt doch, der Moskaw!
Spätestens beim Sonnenuntergang wissen wir was Moskaw meint. Der Sonnenuntergang ist phänomenal! In der Nacht ist der Sternenhimmel so nahe - da mag niemand ins Zelt gehen. Irgendwie sind wir nicht mehr von / auf dieser Welt.
Tag 7 - Camping Safari / Makgadikgadi Pans – Victoria Falls
Wieder 300 km Transfer (im offenen Toyota) nach Kasane und von dort an die Grenze zu Zimbabwe. Simon erwartet uns bereits und fährt uns über Victoria Falls bis an die Brücke nach Sambia. In 7 Tagen haben wir 1‘200 km zurückgelegt, davon 800 km auf unbefestigten 4x4 Strecken.
Zu Fuss zurück nach Zambia und mit dem Taxi nach Livingstone. Das Jollyboys empfängt uns mit der heiss ersehnten Dusche. Die ist zwar kalt, aber das ist jetzt egal. Auch Strom gibt es wieder einmal nicht.